Galerie
- 1: LNdW 2009 B-Adlershof
- 2: BUGA 2009 Schwerin
- 3: Berlin und Brandenburg
- 3.1: Berlin
- 3.2: Potsdam
- 3.3: Schlösser und Gärten
- 3.4: Beelitz-Heilstätten.
- 3.4.1: Fotos
- 3.5: Sandsation
- 3.6: Eisbär Knut
- 3.7: FESTIVAL OF LIGHTS
- 4: Rügen und Hiddensee
- 5: Nordsee-Fotos
- 6: Tulipan
- 7: Dahlienfeuer
- 8: Friedhöfe und Gräber
- 9: Panoramen
- 10: monochrom
- 11: XING
Beelitz-Heilstätten
Ein chronologischer Überblick
1882 | Robert Koch entdeckt den Lungentuberkuloseerreger und formuliert u. a. als Forderungen für die Errichtung von Spezialheilstätten eine hygienisch-diätetische Allgemeinbehandlung sowie möglichst ausgiebige Aufenthalte im Freien. |
1894 | die LVA Berlin als Rentenversicherungsträger plant den Bau von je zwei Lungenheilstätten und Sanatorien für Männer und Frauen im Süden Berlins. Beelitz bietet sowohl großflächige Waldflächen als auch eine gute bestehende Infrastruktur (Bahn- und Straßenanbindung nach Berlin und ins Potsdamer Umland). |
1898-1902 | Erste Bauphase - unter Leitung der Architekten Heino Schmieden und Julius Boethke entstehen vier etwa gleich große Bereiche, geteilt durch Eisenbahnstrecke und Landstraße. |
1905-1908 | In der zweiten Bauphase entstehen zwei weitere Gebäude im Bereich der Lungenheilstätten. Die Zahl der Betten steigt um 300 auf 1.200. |
1914-1918 | Erster Weltkrieg - erstmals bezieht Militär die Heilstätten, insgesamt wurden mehr als über 17.500 Soldaten in Beelitz gepflegt. |
1926-1930 | Dritte Bauphase. 1928 erreicht das Heilstätten-Bauprogramm der LVA mit 60 Heilanstalten sein Maximum; der größte Standort ist Beelitz. |
1941-1945 | Zweiter Weltkrieg - erneute militärische Nutzung als Lazarett. |
1942 | südlich des Frauensanatoriums wird ein Ausweichkrankenhaus für Potsdam unter Architekt Egon Eiermann errichtet; Nutzung von 1945-98 als Fachklinik für Lungenkrankheiten und Tuberkulose. |
1945-1994 | Das Gelände bleibt militärische Sperrzone und dient der Westgruppe der sowjetischen Armee als zentrales Militärhospital, dem größten Hospital außerhalb der Sowjetunion. |
1990/91 | Flucht des Ehepaars Margot und Erich Honecker in das Militärhospital der sowjetischen Streitkräfte nach Erteilung des Haftbefehls durch die Berliner Justiz. (Dezember 1990 bis 13. März 1991) |
1991 | Abzug der russischen Truppen |
1994 | Rückübertragung des Geländes an den Alteigentümer, die LVA Berlin |
1995 | Das ca. 200 ha große Gelände wird unter Denkmalschutz gestellt. Die LVA Berlin sieht sich zur Erhaltung oder gar Sanierung außer Stande und veräußert den Komplex an eine Tochter der Roland Ernst Unternehmensgruppe. |
1997 | Die Stadt Beelitz plant, die Gebäude als Gesundheitspark Beelitz wieder medizinisch nutzen zu wollen und saniert die ehemalige Männer-Lungenheilanstalt und die Krankenhausanlage von Egon Eiermann. |
2007 | Die Stadt Beelitz bewirbt sich um die Ausrichtung der Brandenburgischen Landesgartenschau 2013; Teile der Heilstätten sollen einbezogen werden. |



